{"id":10,"date":"2015-12-06T21:04:56","date_gmt":"2015-12-06T20:04:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kolping-rohrbach.de\/kf\/?page_id=10"},"modified":"2015-12-06T21:17:37","modified_gmt":"2015-12-06T20:17:37","slug":"kolpings-vermaechtnis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kolping-rohrbach.de\/kf\/adolph-kolping\/kolpings-vermaechtnis\/","title":{"rendered":"Kolpings Verm\u00e4chtnis"},"content":{"rendered":"<p>Adolph Kolping wurde am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei K\u00f6ln geboren. Er war dass vierte Kind eines Sch\u00e4fers und wuchs in sehr bescheidenen Lebensverh\u00e4ltnissen auf. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte Kolping das Schuhmacherhandwerk und war \u00fcber zehn Jahre in diesem Beruf t\u00e4tig. Mehr und mehr setzt sich bei ihm der Wunsch durch, seine unbefriedigenden Lebensverh\u00e4ltnisse aufzugeben, und so wurde er im Alter von 23 Jahren Sch\u00fcler des Marzellengymnasiums in K\u00f6ln. W\u00e4hrend dieser Schulzeit, die er mit ungeheurer Energie in sehr kurzer Zeit absolvierte, reifte in Kolping der lange gehegte Wunsch, Priester zu werden. 1841 begann er sein theologisches Studium in M\u00fcnchen, das er sp\u00e4ter in Bonn und K\u00f6ln fortsetzte. Am 13. April 1845 empfing er in der K\u00f6lner Menoritenkirche die Priesterweihe.<\/p>\n<p>Seine erste Stelle als Kaplan erhielt er in Wuppertal-Elberfeld. Hier machte er bald Bekanntschaft mit dem von Lehrer Johann Gregor Breuer gegr\u00fcndeten Gesellenverein, zu dessen Pr\u00e4ses er 1847 gew\u00e4hlt wurde. Dieser Verein, in dem sich meist Handwerksgesellen zusammengefunden hatten, wurde Kolping zur Lebensaufgabe. Er erkannte in dem Wirken f\u00fcr diese jungen Menschen seine eigentliche Berufung. Im Jahre 1849 kam er als Domvikar nach K\u00f6ln, und damit hatte er die M\u00f6glichkeit zur weiteren Ausbreitung des katholischen Gesellenvereins. In wenigen Jahren weitete sich sein Werk st\u00e4ndig aus. Es entstanden Gesellenvereine u. a. in D\u00fcsseldorf, Bonn, Aachen, sowie in Trier und Eupen. Weitere Gr\u00fcndungen folgten in S\u00fcddeutschland, in \u00d6sterreich, Ungarn und der Schweiz. Im Jahre 1865 z\u00e4hlte man \u00fcber 400 Gesellenvereine in zahlreichen L\u00e4ndern Europas und \u00dcbersee. Kolpings tatkr\u00e4ftiger Einsatz, seine vielen Reisen und sein rastloses Wirken zehrten seine Kr\u00e4fte fr\u00fchzeitig auf. Noch nicht 52-j\u00e4hrig, starb er am 4. Dezember 1865.<\/p>\n<p>Worum ging es Adolph Kolping? Es wird oft gesagt, Kolping sei den Weg vom Handwerker zum &#8222;Gesellenvater&#8220; mit dem Ziel gegangen, seinen fr\u00fcheren Standesgenossen zu helfen. Das ist nicht so. Erst in Elberfeld hat er durch das Erleben des dortigen Gesellenvereins seine Lebensaufgabe gefunden, n\u00e4mlich jungen Menschen Hilfe zu leisten zur Entfaltung ihrer Pers\u00f6nlichkeit.<\/p>\n<p>Als t\u00fcchtige Christen, B\u00fcrger, Meister und Familienv\u00e4ter sollten sie ihren Mann im Leben stehen und einen ihren F\u00e4higkeiten angemessenen Platz in der Gesellschaft erlangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Vielfach waren die Gesellen jener Zeit sich selbst \u00fcberlassen, niemand nahm sich pers\u00f6nlicher oder beruflicher Sorgen an., niemand bot Geborgenheit bzw. ein Zuhause. Hier setzte Kolpings T\u00e4tigkeit an. Durch seine Gesellenvereine sollten berufliche Fortbildung, religi\u00f6se Bildung, Vorbereitung auf Ehe und Familie, unterst\u00fctzt durch geselliges Beisammensein, erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>Kolping war als Sozialarbeiter seiner Zeit voraus, er wollte auch keine Revolution wie Karl Marx. Soziale Ver\u00e4nderungen konnten f\u00fcr ihn nur auf dem Boden des Christentums ruhen, aber nicht allein in Gnade und Barmherzigkeit, sondern durch eine gerechte staatliche Gesetzgebung<\/p>\n<p>Das Kolpingwerk heute ist nicht mehr der katholische Gesellenverein von einst. In der geschichtlichen Entwicklung vom katholischen Gesellenverein zum katholischen Sozialverband vollzog sich 1933 ein Umbruch. Der katholische Gesellenverein wurde in &#8222;Deutsche Kolpingfamilie&#8220; umbenannt und sollte durch diese Struktur\u00e4nderung der Zerschlagung durch das Nazi-Regime besser widerstehen k\u00f6nnen. Nach dem 2. Weltkrieg fand ein Neuaufbau statt, und das Kolpingwerk umfasste nun alle Berufe und St\u00e4nde. Seit 1976 wurden auch Frauen in die Kolpingfamilie aufgenommen.<\/p>\n<p><strong>Von den Grundideen des Gesellenvaters<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Sei ein \u00fcberzeugter Christ<\/li>\n<li>Leiste T\u00fcchtiges in deinem Beruf<\/li>\n<li>Werde ein guter Familienvater (eine gute Mutter)<\/li>\n<li>Sei ein t\u00fcchtiger Staatsb\u00fcrger<\/li>\n<\/ul>\n<p>ist nicht abgewichen worden, sie haben weiterhin G\u00fcltigkeit und sind auch in Zukunft Richtschnur f\u00fcr das Wirken des Verbandes. Kolping selbst hat kurz vor seinem Tod die Bitte ausgesprochen, dass seine Ziele immer wieder neu den Erfordernissen der Zeit angepasst werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Am 27. Oktober 1991 wurde Adolph Kolping auf dem Petersplatz in Rom durch Papst Johanns Paul II. selig gesprochen. Der Papst sagte in seiner Predigt u. a.: &#8222;Heute wird Adolph Kolping als Seliger der Kirche zur Ehre der Alt\u00e4re gehoben. Adolph Kolping versuchte, die Christen aus ihrer Tr\u00e4gheit aufzur\u00fctteln und sie an ihre Verantwortung f\u00fcr die Welt zu erinnern. F\u00fcr ihn war das Christentum nicht nur f\u00fcr &#8222;die Betkammer&#8220; gedacht, sondern f\u00fcr den Alltag und f\u00fcr die Gestaltung der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Menschliche und christliche Berufung haben sich in Familie, Kirche, Beruf und Politik zu erf\u00fcllen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Adolph Kolping wurde am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei K\u00f6ln geboren. Er war dass vierte Kind eines Sch\u00e4fers und wuchs in sehr bescheidenen Lebensverh\u00e4ltnissen auf. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte Kolping das Schuhmacherhandwerk und war \u00fcber zehn Jahre in diesem Beruf t\u00e4tig. 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